Fundtiere in Not - Tierarzt Kirsten Rosendahl in Bassum

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Service

Fundtiere in Not ist eine Initiative der Q4 Qualität für 4 Pfoten, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, kranken und/oder verletzten Fundtieren und Katzen- und Hundewelpen, denen von den zuständigen Behörden die Hilfe versagt wurde, zu helfen. Wir verstehen uns allerdings nicht nur als Hilfsorganisation, sondern wir wollen auch die bestehenden Rechte und Ansprüche dieser Tiere durchsetzen. Hierzu ist es notwendig, einige Regeln einzuhalten:

Sie haben ein verletztes/krankes Haustier oder verlassene Katzen- oder Hundewelpen aufgefunden?

Das können und müssen Sie tun:

1.
Wenden Sie sich umgehend an die für den Fundort zuständige Stadt/Gemeinde. Diese Behörde ist für das Fundtier verantwortlich und zur tierschutzgerechten Hilfe verpflichtet.
Für die Stadt Bassum wählen Sie zu den Bürozeiten (04241) 84-0, an Wochenenden, Feiertagen und nachts rufen Sie bitte für den Stadtbereich Bassum den Notdienst der Stadt Bassum: (04241) 84-58

2.
Sollte die Stadt/Gemeinde dem Tier dennoch Hilfe und tierschutzgemäße Unterbringung verweigern, notieren Sie bitte Namen des Mitarbeiters der Stadt/Gemeinde und die Uhrzeit Ihrer Meldung.  Dann wenden Sie sich bitte an uns - wir werden für Hilfe für die verletzten/kranken Haustiere und Katzen- und Hundewelpen sorgen.

Fundtiere in Not
Hilfe für verletzte Fundtiere und Welpen
Blumenstr. 14  
27211 Bassum
Tel.: (04241) 92 25 96
ausserhalb der Bürozeiten (04245) 96 36 85
Es meldet sich die Tierarztpraxis oder der Privatanschluss von Frau Rosendahl

Da wir weder ein gemeinnütziger Verein, noch in der Lage sind diese Kosten alleine zu tragen, werden wir die zahlungspflichtigen Städte und Gemeinden in die Pflicht nehmen, ihrer im BGB grundsätzlich festgeschriebenen Verpflichtungen nach zu kommen. Gegebenenfalls werden wir uns bemühen ein gutes Zuhause für die Fundtiere zu finden.

Die Tierschutzmaßnahmen für aufgefundene Tiere sind im BGB gesetzlich geregelt - und nicht nur eine Diskussionsgrundlage.

Umgang mit Fundtieren in Niedersachsen.

Eine Information des Tierschutzausschusses der Tierärztekammer Niedersachsen.

Grundsätzlich sind aufgefundene Tiere, die üblicherweise von Menschen gehalten werden, wie Hunde, Katzen, Ziervögel, landwirtschaftliche Nutztiere und Tiere, die nicht den hier sonst wildlebenden Arten zuzurechnen sind als Fundtiere einzustufen und zu behandeln.

"Die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere stehen unter dem Schutz des Landes, der Gemeinden und der Gemeindeverbände." (Art. 20a Grundgesetz)

Fundtiere unterliegen dem Fundrecht (BGB§965-984) Für den Finder oder die Finderin besteht die Pflicht, das aufgefundene Tier der zuständigen Fundbehörde (Gemeinde) anzuzeigen. Die zuständige Behörde ist zur Aufnahme und Betreuung des Fundtieres verpflichtet. Sie kann diese Aufgabe Dritten z.B. Tierschutzvereinen übertragen.

Voraussetzung für die Kostenübernahme ist die Anzeige des Fundes durch den Finder bei der Behörde
(Tierart, Fundort, Uhrzeit)

Die Betreuungskosten schließen die notwendigen unaufschiebbaren veterinärmedizinischen Behandlungskosten ein wie Versorgung von Verletzungen und Behandlung akuter Erkrankungen. Die Abrechnung hat nach GOT zu erfolgen. Prophylaktische Maßnahmen wie z.B. Impfungen werden sich danach richten, wo das Tier anschließend untergebracht wird und sollten im Vorfeld mit der Fundbehörde abgeklärt werden. Gleiches Vorgehen empfielt sich auch bei diagnostischen Maßnahmen, aufwendigen Behandlungen und chirurgischen Eingriffen. Eingriffe zur Verhinderung von Fortpflanzung sind nicht erstattungsfähig!

Eine etwas andere Vorgehensweise findet bei Wildtieren, also herrenlosen Tieren, Anwendung.
Hierunter fallen nicht Wildtiere, die in Gehegen gehalten werden. Generell dürfen Wildtiere nicht aus der Natur entnommen werden, es sei denn sie sind verletzt oder krank. Eine Kostenübernahmepflicht seitens der Gemeinde besteht nicht!

Zuständig sind Jagd- bzw. Naturschutzbehörde, als Ansprechpartner auch der Jagdausübungsberechtigte nur für Wildtiere, die unter das Jagdrecht fallen und ggf. die Polizei.
Anerkannte Auffang- und Pflegestationen für verletzte Wildtiere können ebenfalls genutzt werden. Wird ein verletztes Wildtier jedoch von der Polizei oder der Ordnungsbehörde zum Tierarzt gebracht, so kommen diese Institutionen als Auftraggeber auch für die Kosten auf. In allen Fällen sind, aufgrund nicht eindeutiger bzw.  fehlender gesetzlicher Bestimmungen, Vereinbarungen mit den entsprechenden Institutionen ratsam. Im Falle einer notwendig werdenden Euthanasie werden die Kosten für die Beseitigung des Tierkörpers von Fund- und Wildtieren von der Gemeinde übernommen(Tierseuchenrecht).
Quellen:
Niedersächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Dr. H. Bottermann
Referat 24. Deutscher Tierärztetag Baden-Baden
Dr. Gerd Möbius
Inst. für Tierhygiene und Öffentl. Veterinärwesen der Veterinärmedizinischen Fakultät Leipzig


VIELEN DANK FÜR IHRE HILFE!
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